Suche:

Artikel vom 09. November 2011

Die G20 Steueroasen

Ein Dauerbrenner bei G8 und G20 ist die „Austrocknung“ der Steueroasen. Doch entgegen einer weitläufig verbreiteten Meinung bedeutet dies nicht, dass es nach dem Willen der Politik in der Zukunft keine Offshore Gesellschaften mehr geben soll. Im Gegenteil, die USA (mit Delaware und Nevada) und auch europäische Staaten (Madeira, Niederländische Antillen, Gibraltar, etc.) praktizieren, ja sogar fördern die Entstehung und Existenz solcher Oasen-Gesellschaften.

Worum es der Politik in ihren Bemühungen geht und was gemeint ist, wenn von der „Trockenlegung“ der Steueroasen gesprochen ist, kann in einem Satz zusammen gefasst werden. Es geht um die Offenlegung, den dazu erforderlichen Informationsaustausch und die Transparenz hinsichtlich privater Vermögen auf „verdeckten“ Bankkonten. Insbesondere Trusts, Hedge Fonds und ähnliche Gebilde befinden sich im Fadenkreuz und dies ist, angesichts der schwierigen und gefährlichen Lage der Weltwirtschaft, mit Verständnis zu betrachten.

Was bleibt, ist die Möglichkeit der Nutzung internationaler Gebilde. Wer beispielsweise in Delaware oder auch auf den Seychellen ein Unternehmen betreibt, Einnahmen gemäß den Gesetzmäßigkeiten versteuert und sich an die Spielregeln hält, hat nichts zu befürchten. Weder aus heutiger, noch bei Sicht in die Zukunft. Das Recht auf Vertretung durch Dritte (Treuhänder) steht ebenso wenig zur Diskussion, wie die Nutzung ausländischer Banken und Gesellschaftskonten.

Abschließend lässt sich sagen, dass die relevanten Offshore Staaten seit Jahren bereits den Forderungen der G20, G8 und OECD nachkommen. Die Seychellen, Belize, Delaware, Nevada, Hongkong und St. Vincent bieten zwar Diskretion und eine vorteilhafte Besteuerung von Gewinnen an, liegen jedoch damit nicht im Fokus der internationalen Politik. Offshore Gesellschaften sind und bleiben geschützte Rechtskörper, auch nach dem Willen der Politik.

Übrigens, der Begriff der sogenannten Steueroasen bezieht sich auch nicht auf Niedrigsteuerländer. Wer also internationales Business über beispielsweise eine Zypern Limited betreibt und mit 10% Körperschaftssteuer versteuert, der wird dies „ungehindert“ auch in der Zukunft so tun können.

Und noch ein letzter Rat. Eine umfassende und professionelle Beratung durch einen Rechtsanwalt oder auch Steuerberater ist in jedem Fall anzuraten. Hierzu stehen Ihnen entsprechende Kräfte zur Verfügung.

Kontakt Seychellen Firma

 

Skala von 0 bis 5 - die bisherige Bewertung dieses Beitrags durch unsere Besucher:
Bewertung: 3.13
62.6
238 Stimme(n)
1 2 3 4 5